Linksammlung zur Klimapolitik

Nachdem auch durch das Ergebnis der Europawahl das Thema Klimaschutz in den letzten Tagen viel Berichterstattung bekommen hat, haben sich bei mir einige sehr interessante Texte dazu angsammelt.

Zum Einen verweist Rico Grimm bei Krautreporter auf das Buch „The Uninhabitable Earth“ des Journalisten David Wallace-Wells, der darin mögliche Folgen eines unzureichenden Klimaschutzes darlegt. Überflutete Städte, die Alpen als Wüstengebirge. Prägnanter Satz: „Wallace-Wells hat sich auf die Extremszenarien konzentriert, darauf, was passieren könnte, wenn die Menschheit untätig bleibt. Er schreibt: ‚Egal, wie gut Sie informiert sind, Sie sind nicht beunruhigt genug.‘“

Auch die Süddeutsche Zeitung geht auf die Klimapolitik der Bundesregierung ein und fasst das Problem sehr treffend zusammen: „Eine Klimapolitik, die alle verschont, verdient diesen Namen nicht“ Wer das suggeriert, der lügt. Statt also weiter vordergründig für den Klimaschutz zu sein und sich zum Pariser Abkommen zu bekennen, dann aber im Klimakabinett alle Vorschläge, die nur den Hauch von negativen Konsequenzen für irgendwen haben könnten rigoros abzulehnen, sollten die Regierungsparteien – und vor allem die CDU – endlich klar zu dem stehen, was Fakt ist: Die Chance, die Überhitzung des Klimas aufzuhalten und dabei nicht schnell und grundlegend unseren Lebensstil zu ändern, haben wir durch jahrzehntelange Untätigkeit schon längst verspielt.

Und was macht die Bundesregierung? Sie tut genau das: Nichtstun, abwarten, auf ein „Umdenken der Bevölkerung“ und „technologische Lösungen“ hoffen. Ohne auch nur ansatzweise einen Plan vorweisen zu können, wieso dieser seit 30 Jahren verfolgte Ansatz plötzlich super effektiv sein soll. Im Gegenteil, selbst die bereits beschlossenen, wirksamen Maßnahmen wie der Kohleausstieg werden aus Teilen der Union jetzt wieder in Frage gestellt. Da stellt sich mir die Frage: In welchem Universum lebt die CDU/CSU? Unseres kann es nämlich nicht sein.

Im Bereich „Verkehr“ wiederum zeigt eine neue Studie aus der Energiebranche: ein vollständiger Umstieg auf Elektromobilität würde keinesfalls dazu führen, dass das Stromnetz kollabieren würde. Im Gegenteil, die notwendigen Ausgaben für die Infrastruktur liegen vermutlich deutlich unter dem, was bisher erwartet wurde.

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