Kriminalisierung von Abtreibungen

„Diskussion um Paragraph 218: Nachfolge ungeklärt“ (taz)

Die überkommene Kriminalisierung von Selbstbestimmung über den eigenen Körper führt nicht nur zu wahnwitzigen Klagewellen gegen Ärztinnen, die Abtreibungen durchführen, sondern auch zu einem eklantanten Mangel an qualifizierten Angeboten für Frauen, die ungewollt schwanger sind – so dass diese in einer vermutlich sowieso schon belastenden Situation Wege von über 100 km auf sich nehmen müssen. Mehr noch: selbst die Medizinerinnen, die bereit sind, den Eingriff durchzuführen, müssen einige Mühen auf sich nehmen, um sich überhaupt entsprechend weiterzubilden – einen Standard gibt es nicht, Kompetenz muss aus den Niederlanden importiert werden. Trauriger Zustand für ein Gesundheitssystem in einem reichen Land…

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